- Teil 1-
Erster gemeinsamer Urlaub in Gross Britannien
Es war im
Jahre 1995 als ich voller Sehnsucht den Winterferien herbei sehnte. Denn ich
durfte mit meiner großen Schwester Anny und ihrem damaligen Mann Mick ( Michael
Andrew Stead ) meine Winterferien im schönen England, genauer gesagt, in Leeds
verbringen.
Die letzte
Schulwoche zog sich endlos hin und ich
hatte das Gefühl das sie niemals zu Ende gehen würde.
Doch dann kam
der letzte Schultag, und als der Schulgong ertönte, stopfte ich meine
Schulsachen hastig in den Rucksack, eilte noch mal zu meinem Spint um
nachzuschauen, ob ich für die Ferien irgendwas brauchte.
Wie immer
wurden wir natürlich nicht ohne Arbeit in die Ferien entlassen und daher brauchte
ich auch noch 2-3 Bücher und Mappen, die ich eilig in den Rucksack packte und
zum Bus eilte.
Die Busfahrt
ins schöne Hattorf, ein ortsteil von Wolfsburg, verging eigentlich recht
schnell. Ich unterhielt mich neben bei mit meiner damals besten Freundin. Ich
stieg aber 2 Haltestellen vor ihr aus, so dass wir uns ganz lieb mit einer
Umarmung verabschiedeten und uns schöne Ferien wünschten.
Zuhause
angekommen, zog ich mich aus, stellte meinen Rucksack ins Zimmer und überlegte,
was ich machen könnte. Da mein Papa noch nicht da war von seiner Arbeit, erstellte
ich schon mal eine Liste von den Sachen die ich alles brauchen könnte. Denn ich
durfte ja wieder zu meiner großen Schwester. Und es war noch nicht alles, denn
wir würden Weihnachten das erste Mal im schönen England verbringen und darauf
freute ich mich am meisten.
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Am späten
Nachmittag, die Tasche war fertig gepackt, mein Pops war mittlerweile auch
schon von der Arbeit zuhause angekommen, saßen wir in der Küche als das Telefon
klingelte…
Und ich wie
ich vermutet hatte, es war Anny. Sie wollte nur Pops bescheid sagen das sie
morgen gegen Nachmittag eintreffen würden, dann könnten sie auch noch ein
gemeinsamen Tag verbringen und Sonntag würde es denn in aller Früh los gehen.
Nach dem Pops
aufgelegt hatte, erzählte er mir alles und ich hüpfte noch mehr vor Freude
durch die Gegend.
Ich beschloss,
die letzten Stunden, noch mal meine Freundin die über uns wohnte zu besuchen,
wo ich auch zum Abendessen mit eingeplant wurde.
Da wir im
selben Haus aber mit getrennten Eingängen wohnten, unternahmen wir auch in der
Schulzeit sehr viel. Sie war zwar ein paar Jahre jünger wie ich aber das störte
uns nicht. Die Interessen waren gleich und wir verstanden uns super. Was meiner
Meinung nach, eine super Voraussetzung war für eine super Freundschaft. Und die
hatten wir auch, wir machten viel gemeinsam. Ob es nun drum ging, im Sommer
nachts im Garten zu zelten. Was immer ein Abenteuer war, denn die Obstbäume
ließen ihre Äste immer so gruselig knackten. Oder wenn ihr Vater den
Schäferhund noch einmal in den Garten ließ und der dann um das zelt schlich.
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Am Abend saß
ich dann mit Pops wieder in unserem Wohnzimmer und wir schauten fern. Nebenbei
unterhielten wir uns über meine erste Englandreise. Er erklärte mir, dass es
sehr gut für meine Schulbildung sei, und er es für gut befinde, dass wir für
die Schule ein Referat halten müssten.
Ich versprach
ihm dass ich meinen Schulblock und mein Etui einpacken würde, was ich auch tat
bevor ich dann ins Bett ging.
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Am nächsten
Morgen schlich ich mich in meine Pyjama leise in die Küche und begann das
Frühstück zu machen, doch Pops wurde auch wach und half mir dann dabei.
Pünktlich um 10.00h klingelte es an der Tür, und meine große Schwester stand
leibhaftig vor mir. Die Freude war riesig und nicht nur bei mir sondern bei
Pops.
Nach einer
ausführlichen Begrüßung setzten wir uns an den Küchentisch und begannen zu
frühstücken.
Ich habe
natürlich ein typisches English Breakfast gemacht. Mit eiern und Speck und naja
alles was dazu gehört.
Annys Mann
Mick fand es sehr schön, dass ich dran gedacht hatte, ihm ein stück Heimat
näher zu bringen. Auch er freute sich natürlich mich zu sehen und das ich sie
beide mit nach England begleiten würde. Und vor allen dingen glaubte ich, das
er sich auch verdammt dolle freuen würde, das er seine Mumm Barbara Stead
wieder sehen würde.
Ich freute
mich auch wahnsinnig drauf sie kennen zulernen und sehen wie sie so lebte.
Nach dem
Frühstück saßen wir gemeinsam im Wohnzimmer und quatschten als plötzlich das
Telefon klingelte. Ich eilte zum Telefon. Es war meine Schulfreundin, die mir
freudig mitteilte, dass Ihre Hündin endlich letzte Nacht die Welpen zur Welt
gebracht hatte.
Ja, das war
auch ein Thema worauf ich mich in den letzten Wochen innerlich gefreut hatte,
denn Pops erlaubte mir, ein Welpen davon haben zu dürfen.
Wir beendeten
das Gespräch und ich begann mich anzuziehen. Schließlich wollte ich ganz
schnell zu meiner Freundin. Anny bot mir an, mich hinzufahren, was ich dankend
annahm. Gemeinsam fuhren wir als zu meiner Schulfreundin und als ich vor dem
Hundekorb stand und die 6 kleine Fellknäuel bewunderte, war ich hin und weg.
Sie sahen alle
so wunderschön aus. Doch eines war klar, es sollte ein Rüde sein. Und nach
kurzen hin und her, beschloss ich mich für den kleinen braun/weißen total süßen
kleinen Rüden. Die Mama von meiner Freundin notierte es sich gleich das dieser
kleine Racker für mich sei. Sie wussten auch dass ich nach England fahren
würde, aber das wäre gar nicht so schlimm da die Welpen ja eh noch ein paar
Wochen bei der Mutter bleiben müssten.
Mit dem Namen
ließ ich mir aber Zeit, denn es sollte was besonders sein. Denn er war mein
erster eigener Hund. Ein reinrassiger Münsterländer. Schön mit braun/weißem
Fell.
Gegen Nachmittag
verabschiedeten wir uns wieder und fuhren zurück nachhause. -----------------------------------------
Zuhause
angekommen erzählte ich Pops alles. Und musste natürlich auch alles für Mick
auf Englisch übersetzen. Pops war sehr erstaunt, er wusste zwar wie gut ich in
Englisch war in Schrift sowie in Form aber er freute sich immer wieder auf ein
neues wenn ich begann mich mit Mick auf englisch zu unterhalten. Natürlich übersetzte
ich für Pops alles in Deutsch weil sein Englisch war nicht so gut. Und er
sollte ja auch wissen, worüber es ginge.
Am Abend nach
dem wir Abendbrot gegessen hatten saßen wir alle wieder gemeinsam im Wohnzimmer
und schauten ein wenig Fernsehen.
Na ja
eigentlich unterhielten wir uns mehr und so lief der Fernseher eigentlich nur
im Hintergrund.
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Der nächste
Morgen war angebrochen, es war noch sehr früh, doch ich war schon munter. Ich
schlich ins Badezimmer um mich zu waschen, dann wieder zurück in mein Zimmer um
mich anzuziehen und da war Anny, Mick und Pops auch schon wach.
Ich begann das
Frühstück vorzubereiten, während sich die anderen sich anzogen und sich nach
und nach an den Tisch setzten.
Pops und Anny
redeten über die Fahrt nach Holland weil und über die Fähre, während ich mir
mein Brötchen schmierte und still zuhörte.
In meinen
Gedanken stand ich schon an der Reeling und schaute aufs Meer.
In
Wirklichkeit aber saßen wir noch beim Frühstück und schmierten uns gerade
Brötchen für die Fahrt. Pops setzte noch mal Kaffee auf, den er in eine
Thermoskanne füllte und Anny schnippelte ein wenig Obst und Gemüse zu Recht.
Also an Verpflegung sollte es uns an nichts fehlen.
Gemeinsam
räumten wir den Tisch ab und begannen die Reisetaschen ins Auto zuräumen,
nachdem Mick den Wagen die Einfahrt herunter gefahren und ihn im Hof abgestellt
hatte.
Dann kam der
Abschied, ich nahm Pops ganz herzlich und lieb in die Arme, versprach ihm lieb
und nett zu sein und das ich ihm etwas mitbringen würde. Er konnte leider nicht
mitkommen, da er arbeiten musste.
Ja, Richtig,
das war auch meine erste alleinige Reise OHNE POPS und dann auch noch über
Weihnachten.
Wir stiegen in
das Auto, ich verstaute mein Discman neben mir mit ein paar CDs, und mein
Tagebuch. Natürlich hatte ich auch mein Tagebuch mit, denn ich wollte ja jeden
Tag festhalten.
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Mick startete
den Motor, er würde die erste Strecke nach Holland zur Fähre fahren. Anny und
ich unterhielten uns über England und die Fähre. Und versorgte uns hin und
wieder mit essen und trinken, da die Kühltasche vorne bei Ihr stand.
Irgendwo
hinter Hannover steckte ich mir meine Kopfhörer in die Ohren, lauschte der
Musik und schaute verträumt und glücklich aus dem Fenster.
Ein Blick nach
vorn, ich sah wie glücklich die beide waren.
Irgendwann
musste ich doch eingeschlafen sein, denn ich erwachte als ich sanft an der
Schulter angestupst wurde.
Anny hatte
mich geweckt und gefragt, ob ich denn auch mal auf die Toilette müsste. Ich
nickte, schlüpfte in meine Schuhe hinein und stapfte noch völlig verschlafen
hinter Anny her.
Nach einer
kleinen Essen und Zigarettenpause fuhren wir dann auch weiter.
Eine stunde
später rollten wir über die holländischen Grenze.
Und es war
wirklich so wie meine Schulfreundin es mir erzählt hatte, weil sie schon oft in
Holland in den Ferien gewesen sei.
Die
Tulpenbeete……Beete??? Was erzähle ich denn da? Es waren ganze Äcker mit Tulpen
bepflanzt und das in allen Farben.
Und
Windmühlen wie in den Büchern gab es
tatsächlich.
Eine weiße
Windmühle, mit roten Ziegeldach und weißen Windmühlenräder.
Gegen späten
Nachmittag fuhren wir in den Rotterdamer Hafen ein.
Oh….diese
großen Schiffe sahen gewaltig aus und darauf sollten wir fahren. Fantastisch!!!
Wir parkten in
einer Reihe von vielen anderen Autos, stiegen aus und betraten das Fährgebäude.
Coffeeshops…. Souvenirshops… und natürlich die Anmeldeschalter der Reederei.
Ich hörte genau zu, wie Anny die Fährtickets bei
der Empfangsdame aufgab und ihr alles erklärte, Sie sprachen Englisch und wie
durch eine Zauberhand, verstand ich alles. Als wenn ich niemals eine andere
Sprache gesprochen hatte.
Nach guten 10
Minuten drehte sie sich zu mir um, lächelte und zeigte mir die Tickets.
Ich lächelte
zurück, und schaute mir neugierig die Tickets an.
Bordering -
Pass…….???? Schaute ich Anny fragend an. Und sie erklärte mir alles der Reihen
nach.
Ach das war so
eine Art Mitfahrberechtigungsschein…das müssen wir dann auf dem Schiff mit
abgeben damit wir die Zimmerschlüssel irgendwie bekommen.
Die Zeit bis
wir auf das Schiff durften, vertrieben wir uns mit einem kleinen
Hafenspaziergang. Boar……diese schiffe sind ja riesig wenn man daneben steht.
Jetzt bekam ich doch ein klein wenig Muffensausen.
Aber als ob es
Anny es merkte, lenkte sie mich gleich ab und wir kauften uns ein Eis.
2 Stunden
bevor das Schiff ablegen würde, durften wir dann endlich auf das Schiff fahren.
Das kleine Auto wurde von dem großen Schiff einfach so verschluckt. Naja…
immerhin würde es uns in Kingston – upon Hull / England wieder ausspucken.
Zuerst gingen
wir voll gepackt zur Rezeption. Mensch, das war ja wie ein Hotel….. ja ein
schwimmendes Hotel und wenn man morgens aufwachte, dann war man nicht mehr da
wo man abends eingestiegen war.
Wir bekamen
die Schlüssel für unser Zimmer, welches wir auch gleich aufsuchten, um uns
frisch zu machen. Und später gingen wir dann ins Restaurant etwas essen.
Später in der
Kabine schliefen wir alle völlig ruhig ein.
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Am darauf
folgenden Morgen weckte mich Anny wieder sanft aus dem Schlaf… Ich stand auf
und ging erstmal zum Fenster. Da lag es vor mir, die wunderschöne schöne Insel
Großbritannien. Schnell schlüpfte ich in meine Klamotten rein, wusch mir das
Gesicht und putzte mir die Zähne. Während dessen hatte Anny die Sachen schon
alle zusammengepackt und wir verließen die Kabine und gingen wieder in das
Restaurant um zu frühstücken. Na Ja…. Vorher gaben wir die Schlüssel von der
Kabine ab.
Schlüssel….?????
Das waren keine Schlüssel wie wir sie kennen, sondern solche Key Cards. Das
Schloss der Kabinentür hatte so ein Schloss wo sich ein Kartenschlitz befand,
wenn man die Türkarte dort hineinsteckte entriegelte die Tür und man konnte die
Kabine betreten.
Das
Frühstücksbuffet sah sehr lecker aus, so dass ich lange brauchte um zu wissen,
was ich eigentlich essen wollte. Aber dann entschied ich mich für ein Müsli,
eine Tasse warmen Kakao und ein Brötchen mit Speck und Rührei.
Naja, während
ich mich hungrig über das Brötchen mit dem Speck und dem Rührei hermachte,
schnappte Anny mir das Müsli weg.
Alles an
Rührei schaffte ich gar nicht, so das ich mir aus dem Rest ein Rührei Brötchen
machten und in ein Tuch einwickelte.
Da ertönte
auch schon ein Gong, der uns mitteilen wollte, dass wir jetzt zu unseren Autos
gehen dürften.
Auf demWeg zum
Auto, während wir uns zwischen den Autos schlängelten, bemerkte ich wie ein
Stauer gerade noch schnell einletzten Gurt von einem LKW löste, schaute Anny
fragend an, die mir dann erklärte das die Autos und LKWs auch festgezurrt
werden müsse, da sonst sie bei stürmischer See hin und her schaukeln würden,
naja und wenn ein LKW hin und her rutschte und neben ihm ein PKW stehen würde,
dann mal gute Nacht…
Da war es, wir
hatten unser Auto wieder gefunden. Plötzlich
öffnete sich das Riesen maul des Schiffes und spuckte uns wieder aus. Da waren
wir nun endlich….Endlich waren wir da im schönen Großbritannien.
Mick fuhr
behutsam von dem Schiff runter, reihte sich in die Autoschlange ein und im
Schritttempo ging es aus dem Hafen raus.
Ich sage euch,
der Linksverkehr ist eine seltsame Sache. Kaum Ampeln dafür aber eine menge
Kreisverkehre, was ich eigentlich auch persönlich schöner fand, und dann die
ganzen alten Backsteinhäuser.
Und die
Polizisten mit ihren Uniformen und ihren Hüten. Alles hatte so ein stil aus den
50ern, irgendwie.
Als wir dann
auf die Autobahn fuhr, diese Landschaft. Weit und breit grüne wiesen, hier und
da ein paar Häuser.
Aber dieser
Linksverkehr der war echt der Knaller… Nach einiger zeit fuhren wir dann von
der Autobahn wieder ab, wenn es die Autobahn war. Für mich sah es aus wie eine
mehrspurige Bundestrasse. Aber nein, Anny erklärte mir, das es eine Autobahn
gewesen ist.
Und da las ich
schon das Ortschild ``Leeds``. Ich habe
mir immer vorgestellt, dass es auch so ein kleines Dörfchen war, wie unser in
Deutschland schönes Hattorf bei Wolfsburg. Nee, Leeds war schon eine Stadt. Wir
bogen in eine Strasse ein mit mehreren Backsteinhäusern, die dicht an dicht
gebaut waren. Mick parkte den Wagen am Straßenrand und zeigte auf ein Haus aus
weißen Backsteinen und grinste dabei.
Anny erzählte
mir noch schnell, das dies das Wohnhaus von Mick sei, wo er damals groß
geworden war. Und als wir ausgestiegen waren, öffnete sich die Haustür und eine
kleine etwas rundlichere Frau schaute freudestrahlend uns entgegen. Da musste
Micks Mumm sein….und ja das war sie. Das war also Barbara Stead.
Ich erinnerte
mich noch als wenn es gestern war. Sie begrüßte uns so Herzlichst als wenn man
sich schon seit Jahren kennen würde.
Dabei sah ich sie zum ersten Mal. Ich fühlte mich gleich von der ersten Minute
an total wohl. Wir gingen ins Haus und Micks Mum zeigte uns alles.
Wenn man
hinein kam, ging es links ins Wohnzimmer, angrenzend ans Wohnzimmer, war das
Esszimmer und ein Raum weiter die Küche.
Wenn man
wieder zurück in die Eingangshalle ging, konnte man die Treppe hinaufgehen, da
war dann geradeaus zu, ein Schlafzimmer, um die Ecke gleich rechts war ein
Kinderzimmer und geradeaus zu, wohl so eine Art Gäste oder Bügelzimmer….
Nach der
Rundführung setzten wir uns erstmal alle ins Esszimmer und tranken ein Kaffee
und Kakao.
Ich bemerkte dass
Mick seine Mutter mich während sie so erzählte mich immer wieder anschaute und
lächelte. Noch saß ich still und schüchternd neben Mick wo ich ab und zu auch
Schutz suchte und auch fand.
Plötzlich
stand Barbara auf, ging weg und kam mit einem kleinen Geschenk wieder. Sie gab
es mir und meinte es sei so eine Art Willkommensgeschenk.
Ich packte es
aus, und es war ein kleiner Teddy, der ein Tshirt trug wo in
Großbuchstaben ``LEEDS´´ draufstand.
Jetzt war das
Eis gebrochen, und ich beschloss dass dieser Teddy von nun an mein Schutzengel
sein würde.
Plötzlich
wurden wir von einem Zischen aus der Küche unterbrochen, und Barbara eilte in
die Küche. Anny und Mick schauten sich an, und beschlossen, erstmal die
Reisetaschen aus dem Auto zu holen. Ich dagegen ging zu Barbara in die Küche
und fragte sie auf meinem Schulenglisch was sie dort machte und ob ihr
vielleicht helfen könnte???
Sie drehte
sich um, lächelte mich an und sagte mir, dass ich ja schon mal den Tisch decken
könne…..
Und jedes Teil
was ich aus dem Schrank oder der Schublade entnahm, erzählte ihr was es auf
Deutsch heißen würde.
Sie
wiederholte mich dann immer und begannen zu lachen… Als ich mich umdrehte weil
ich die Teller ins Esszimmer bringen wollte, bemerkte ich das Anny und Mick die
ganze Zeit in der Tür standen, und uns beobachtet hatten. Ich schaute die
beiden nur ganz stolz an, und lachte.
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Nach dem Essen
wollte ich ein bisschen rausgehen, Anny hatte zuerst bedenken, aber ließ mich
dann doch gehen. Ich zog mir meine Jacke und Schuhe an, schloss die Türe hinter
mir zu, und schaute mich erst einmal um. Hmmh…. Wo sollte ich zuerst
hingehen??? Ich beschloss die Strasse hinauf zugehen, da wusste ich ja, das
dort eine Hauptstrasse kam. Dann bog ich nach rechts ab und entdeckte eine
Schule mit einem angrenzenden Spielplatz. Ich betrat den Spielplatz, setzte
mich auf die Schaukel, und begann langsam zu Schaukeln. Da kam ein Mädchen
dazu, was mich neugierig beobachtete. Es waren ja Ferien und dadurch war die
Schule ja geschlossen. Also war niemand auf dem Spielplatz.
Das Mädchen
fasste sich dann schließlich all ihren Mut zusammen setzte sich auf die
Schaukel neben mir, und fragte wie ich heiße.
Ich sagte ihr
meinen Namen, und das ich aus Deutschland kommen würde. Und hier über
weihnachten zu besuch wäre.
Wir setzten
uns dann in den Sandkasten, naja, eigentlich war alles ein riesen Sandkasten.
Wie bei uns in Deutschland, eine riesen Sandfläche und begannen eine Sandburg
zu bauen. Aber keine kleine sondern eine schon riesen große Burg.
Wie das
Mädchen hieß weiss ich leider nicht mehr, aber vielleicht fiel es mir noch ein…
Als es langsam dunkel wurde, verabschiedeten wir uns und ich ging wieder nach
hause. Na ja eigentlich wollten wir uns verabschieden, aber wir bemerkten das
wir denselben Weg hatten also gingen wir gemeinsam noch ein Stück.
Zuhause
angekommen klingelte ich und Anny machte die Tür auf. Ich erzählte ihr gleich
wo ich gewesen war und wen ich kennen gelernt hatte, und wenn es in Ordnung
sei, ich mich für den nächsten tag wieder am Nachmittag mit dem Mädchen dessen
Namen ich noch immer nicht weiß, wieder auf dem Schulhof verabredet hatte.
Anny freute
sich total für mich und sagte das es Ok sei..........
Fortsetzung folgt !!!!